Offenlegung nachteiliger Auswirkungen von Investitionsentscheidungen

gem. Art. 4 Verordnung (EU) 2019/2088

Unter „Transparenz nachteiliger Nachhaltigkeitsauswirkungen auf Ebene des Unternehmens“ ist laut der Verordnung (EU) 2019/2088 die Offenlegung betreffend die Berücksichtigung nachteiliger Auswirkungen von Investitionsentscheidungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren zu verstehen. Als „Nachhaltigkeitsfaktoren“ benennt die Verordnung „Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmerbelange, die Achtung der Menschenrechte und die Bekämpfung von Korruption und Bestechung“.

Die Verordnung bietet betreffend die Berücksichtigung nachteiliger Auswirkungen von Investitionsentscheidungen auf diese Nachhaltigkeitsfaktoren für kleinere Unternehmen explizit die Möglichkeit, der Transparenzverpflichtung im Sinne eines Negativ-Statements nachzukommen. Die IQAM Invest GmbH. hat sich für ihre Erstveröffentlichung aus den nachfolgend dargestellten Gründen entschieden, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen.

ESG-Themen (E = Environmental/Umwelt, S = Social/Soziales, G = Governance/Unternehmensführung) werden bereits in der weitaus überwiegenden Anzahl an IQAM-Publikumsfonds explizit berücksichtigt bzw. dienen in den meisten Fällen als Filter für das zulässige Anlageuniversum („nachhaltiges Universum“). Zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Statements liegen noch keine finalen Vorgaben zu den erforderlichen nachteiligen Nachhaltigkeitsauswirkungen (Principle Adverse Impacts, kurz PAIs) vor, weshalb IQAM Invest auch nicht über die dazu nötige Datenbasis verfügen kann. Erst, wenn durch die Verordnung hinreichende Klarheit betreffend die PAIs geschaffen wurde, können von Seiten des Unternehmens Anstrengungen unternommen werden, die erforderlichen Daten zu beschaffen und auszuwerten, sowie diese gegebenenfalls mit den wissenschaftlichen Modellen von IQAM Invest sinnvoll in Einklang zu bringen.

Für uns als verantwortlicher Asset Manager, als der wir uns besonders auch seit der Unterzeichnung der PRI (Principles for Responsible Investment) 2020 sehen, bedeutet dieses Statement jedoch nicht, dass wir Nachhaltigkeit nicht für wichtig halten – im Gegenteil: Der weitaus überwiegende Teil unserer IQAM-Publikumsfonds berücksichtigt wie zuvor erwähnt bereits ESG-Faktoren im Management. Wenn auch die gezielte und systematische Berücksichtigung nachteiliger Auswirkungen von Investitionsentscheidungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren (anhand der voraussichtlich künftig geltenden Indikatoren) in der Anlagepolitik unserer Fonds derzeit nicht vorgesehen ist, so besteht jedoch gleichzeitig wesentlicher Grund zur Annahme, dass unsere Investitionsentscheidungen eher positive als negative Auswirkungen auf die in der Verordnung genannten Nachhaltigkeitsfaktoren haben sollten. Der Ausschluss von Atomkraft, Rüstungsgütern, fossiler Energie sowie dauerhafter Verletzungen von Menschen- und Arbeitsrechten sind nur einige Beispiele für die dabei berücksichtigten Kriterien. Wir gehen daher auf Basis der bereits bestehenden ESG-Merkmale unserer Produktpalette vielmehr von einer Förderung positiver als einer Förderung nachteiliger Auswirkungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren aus.

 

V1/Erstveröffentlichung 10.03.2021