Offenlegung von Strategien zur Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsrisiken

gem. Art. 3 Verordnung (EU) 2019/2088

Für uns als IQAM Invest GmbH. gehört eine verantwortungsvolle Geschäftstätigkeit mit hohem Nachhaltigkeitsanspruch innerhalb unseres Produkt- und Dienstleistungsportfolios zum Selbstverständnis. Mit der Unterzeichnung der PRI hat IQAM 2020 auch die Grundlage geschaffen, Nachhaltigkeit in das gesamte unternehmerische Handeln zu integrieren.

Zur Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten gehört für die IQAM Invest GmbH auch die Betrachtung von Nachhaltigkeitsrisiken in Investitionsentscheidungsprozessen. Nachhaltigkeitsrisiken bezeichnen Ereignisse oder Bedingungen in den Bereichen Umwelt (Environmental), Soziales (Social) oder Unternehmensführung (Governance) – im Folgenden kurz: „ESG“ –, deren Eintreten tatsächlich oder potenziell wesentliche negative Auswirkungen auf den Wert einer Investition innerhalb der Portfolios unserer Kunden haben könnte.

Nachhaltigkeitsrisiken stellen keine eigene Risikoart dar, sondern wirken vielmehr auf die bestehenden Risikoarten ein und werden dementsprechend im Rahmen des Investment- und Risikomanagement-Prozesses berücksichtigt. Die Einbeziehung von Nachhaltigkeitsrisiken in Investitionsentscheidungen wird über verschiedene Strategien und Prozesse sichergestellt.

Für die Identifikation und Bewertung von Nachhaltigkeitsrisiken und deren Auswirkungen auf bestehende Risikoarten wurden von der Verwaltungsgesellschaft geeignete Prozesse und Methoden implementiert. Nachhaltigkeitsrisiken werden durch die Erweiterung von Kennzahlen und Szenarioanalysen sowie durch die Einbindung in die Risikobewertung (Risk Assessment) regelmäßig evaluiert und überwacht.

Darüber hinaus werden bei der Veranlagung die Ausschlusskriterien gemäß den allgemeinen Nachhaltigkeitsgrundsätzen der Verwaltungsgesellschaft angewendet. Beim Management aller IQAM-Publikumsfonds kommen folgende grundsätzlichen Ausschlusskriterien zum Einsatz:

  • Hersteller geächteter und kontroverser Waffen¹ sind ausgeschlossen.
  • In Unternehmen aus dem Bereich Kohleförderung und -verstromung wird nicht investiert, sobald eine festgesetzte Umsatzgrenze überschritten wird².
  • Zudem investiert IQAM Invest nicht in Produkte, die die Preisentwicklung von Grundnahrungsmitteln abbilden.

Um unseren Investitionsentscheidungsprozess zu unterstützen, wird die hauseigene Datenbank um Daten zu Nachhaltigkeitskriterien für alle Anlageklassen erweitert und damit allen Entscheidungsträgern für Investitionsentscheidungen zur Verfügung gestellt. Das Research hierzu bezieht IQAM Invest von zwei externen spezialisierten Unternehmen.

Zudem finden seit 2018 regelmäßig fachübergreifende Meetings statt, in denen sich Vertreter aus Geschäftsführung, wissenschaftlicher Leitung, Asset Management, Risikomanagement, Relationship Management und Produktmanagement ausschließlich zu Nachhaltigkeitsthemen austauschen.

Über einen externen Dienstleister nimmt IQAM seine Verantwortung als „Active Owner“ in den Portfoliounternehmen der IQAM-Publikumsaktienfonds wahr. Im Rahmen von Engagement und Voting werden dabei je nach Branche und Geschäftsmodell des jeweiligen Unternehmens neben Corporate-Governance-Themen regelmäßig soziale und umweltbezogene Aspekte der Geschäftstätigkeit angesprochen. Wo sinnvoll, schließt sich unser Dienstleister dabei auch im Namen von IQAM mit anderen Investoren zusammen.

Weiters sind IQAM-Mitarbeiter zum stetigen Austausch mit anderen Marktteilnehmern in nationalen Arbeitskreisen zum Thema Nachhaltigkeit vertreten.

Die IQAM Invest GmbH legt ihren Investitionsentscheidungen die Principles for Responsible Investment (PRI) zugrunde.

 

¹ Zu kontroversen Waffen gehören neben Anti-Personen-Minen und Streumunition auch Waffen nach der Biowaffenkonvention von 1983, der Chemiewaffenkonvention von 1992 und weiterer UN-Waffenkonventionen aus dem Jahr 1980 (nicht entdeckbare Splitter, Brandwaffen, Landminen und Sprengfallen) sowie die Konvention gegen den Einsatz blendender Laserwaffen.

² Bei allen IQAM-Publikumsfonds ab einem Umsatzanteil von 30 % bei Kohleförderung und 40 % bei Kohleverstromung.

 

V1 / Erstveröffentlichung 10.03.2021